Warum Werbung? Der gesellschaftliche und wirtschaftliche Wert von Werbung

Ob Wurfsendungen und Prospekte, Radio- und TV-Werbung oder Sponsoring – Werbung ist ein wesentliches Element unserer Alltagskultur und hat zahlreiche positive Effekte auf unser Gemeinwesen. So stärkt die kommerzielle Kommunikation nicht nur die Marktwirtschaft, wie aktuelle Studien belegen. Auch der Arbeitsmarkt und die Konsumenten selbst profitieren davon. Warum Werbung für unsere Wirtschaft und Gesellschaft so wichtig ist, lesen Sie im Folgenden.

Werbung finanziert Medien

Eine weitere Funktion der Werbung geht mit einem vielschichtigen Effekt für jeden einzelnen Verbraucher sowie unsere gesamte Gesellschaft einher: Werbung finanziert teilweise oder ganz Medien. Ohne diese Finanzierungssäule würden einerseits die Nutzungskosten für Medien sprunghaft ansteigen, andererseits würde auch die Medienvielfalt deutlich eingeschränkt. Dies hätte zur Folge, dass Medien ihrer grundlegenden Funktion, zu informieren, durch Kritik und Diskussion zur Meinungsbildung beizutragen und Partizipation zu ermöglichen, nicht in dem aktuellen Maße nachkommen könnten. Zudem würde der Zugang zu unterschiedlichen Informationsquellen und Meinungen eingeschränkt, der eine entscheidende Bedeutung für ein demokratisches Gemeinwesen hat. Die Medienlandschaft, wie wir sie heute kennen, könnte ohne Werbung also nicht existieren.

Darüber hinaus unterstützt die Werbewirtschaft im Rahmen des Sponsorings kulturelle Events und den Profisport. In beiden Bereichen müssten neue Finanzierungsquellen erschlossen werden, sollten die Sponsorengelder ausbleiben. Und auch im Online-Bereich finanziert die Werbeindustrie unzählige Dienste, die von sehr vielen Verbrauchern in sämtlichen Bevölkerungsschichten verwendet werden. Hierzu zählen beispielsweise Social-Media-Angebote, Suchmaschinen und E-Mail-Dienste. Mit knapp 900.000 Beschäftigten im Jahr 2016 ist die Werbewirtschaft in Deutschland eine wichtige Größe im Arbeitsmarkt und gehört zu den umsatzstärksten in Europa.

Warum Werbung als Wirtschaftsmotor funktioniert

Werbung ist eine treibende Kraft der Wirtschaft, die den Wettbewerb beflügelt. Denn Werbung versorgt Verbraucher mit Dienstleistungs- und Produktinformationen, die ihre Auswahl erweitern und so eine mündige Kaufentscheidung ermöglichen. Darüber hinaus ist Werbung ein Innovationstreiber. Um mit Mitbewerbern am Markt konkurrieren zu können und die Gunst der Kunden zu gewinnen, müssen Unternehmen kontinuierlich verbesserte und innovativere Services und Produkte entwickeln. Das Entstehen neuer Märkte, aber auch Wachstum in bestehenden Branchen ist dementsprechend ohne Werbung kaum denkbar. Zudem hat Werbung einen erheblichen direkten wirtschaftlichen Effekt. Laut einer aktuellen EU-weiten Studie zum Wert der Werbung zahlt jeder Euro, der in Werbung investiert wird, siebenfach auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein. Die Studie Value of Advertising wurde im Auftrag der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM), der World Federation of Advertisers (WFA) und weiterer Partner im Jahr 2016 von Deloitte London durchgeführt und erbrachte den wissenschaftlichen Nachweis, dass das Wirtschaftswachstum durch Werbung angekurbelt wird. Auch die DIW-Econ-Studie 2016 zur ökonomischen Bedeutung der Werbung zeigt die Vorteile der Werbung für das Wirtschaftswachstum, Innovationen und die Qualität von Produkten.

Wie wirkt Werbung auf den Arbeitsmarkt?

Auch auf die Arbeitsmarktsituation hat die Werbeindustrie einen eindeutig positiven Effekt. So schafft die Werbewirtschaft in der EU insgesamt fast 6 Millionen Arbeitsplätze. Dies entspricht etwa 2,6 Prozent des europäischen Arbeitsmarktes. Allein in Deutschland sind immerhin 2,1 Prozent der Angestellten und damit rund 847.000 Beschäftigte direkt oder indirekt in der Werbewirtschaft tätig. Neben dem Bereich der direkten Werbeproduktion zählen hierzu auch Arbeitsplätze in Online- und Medienunternehmen, die über Werbung finanziert werden, sowie Stellen (z. B. im Vertrieb), die als indirekte Folge der Werbeaktivitäten in der Wirtschaft geschaffen wurden.